12. August 2025
Foodsharing jetzt auch in Bad Abbach
Neuer Fairteiler-Schrank am Parkplatz Mühlbachweg öffnet seine Türen für alle
Foodsharing setzt sich für Lebensmittelwertschätzung ein und rettet unzählige Lebensmittel vor der Tonne, indem Nahrungsmittel, die nicht mehr verkauft werden können, von Ehrenamtlichen abgeholt und verteilt oder verwertet werden. „Die Idee einen Fairteiler bei uns in Bad Abbach zu eröffnen wurde an mich herangetragen. Zusammen mit dem Bauhof und dem Abwasserzweckverband wurde die Infrastruktur hergerichtet und das GO für den Aufbau des Schrankes an Foodsharing gegeben.“, so Frau Andrea Birzer, Leitung des Bürgertreffs Bad Abbach.
Um die Lebensmittel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so eine sichere Verwertung der Sachen zu ermöglichen, stellt Foodsharing Regensburg in Zusammenarbeit mit Foodsharing Kelheim Nord am Mühlbachweg 1 in Bad Abbach einen Fairteiler-Schrank bereit, aus dem alle Bürgerinnen und Bürger gerettete Lebensmittel entnehmen können: von Obst und Gemüse über unterschiedliche Kühlwaren bis hin zu den verschiedensten Backwaren. Frei nach dem Motto „Teilen statt Tonne“ oder „Verwerten statt vernichten“ kann so jeder einen Teil zum Umweltschutz und einem höheren Bewusstsein für Lebensmittelwertschätzung in der Gesellschaft beitragen. „Der Schrank ist zugleich gelebter Umweltschutz und eine soziale Tat – toll!“, so Erster Bürgermeister Dr. Benedikt Grünewald.
Willkommen sind Obst/Gemüse, Backwaren, trockene Lebensmittel wie Nudeln oder geschlossene Konserven, Süßigkeiten, daneben noch vieles mehr. Im Kühlschrank des Fairteilers ist Platz für abgepackte und vor allem geschlossene Kühlwaren wie Joghurt, Käse und Wurst.
Da das Mindesthaltbarkeitsdatum nicht ausschlaggebend für die Genießbarkeit ist, finden sich auch Lebensmittel mit abgelaufenem MHD im Fairteiler.
Keine Sorge, Ungenießbares, also Lebensmittel mit einem höheren Gesundheitsrisiko dürfen gar nicht erst in den Fairteiler gelegt werden. Dazu gehören Verdorbenes, offene Kühlwaren, rohes Fleisch oder Fisch, Produkte mit Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“), aber auch Selbstgemachtes.
Ein Aushang am Schrank erklärt zusammenfassend welche Lebensmittel in den Fairteiler dürfen!
„Wir laden alle herzlich ein, sich Gerettetes aus unserem Fairteiler zu nehmen oder auch reinzulegen, hin und wieder in diesen reinzuschauen und Ihren Nachbarn und Freunden davon zu erzählen. Wir freuen uns gemeinsam mit dem Markt Bad Abbach das Projekt hier zu etablieren.“, so Kerstin Hofmann-Adamski (ehrenamtliche Kümmerin von Foodsharing)
beim gemeinsamen Fototermin.
Hier noch die Regeln für das Foodsharing in der Übersicht
Was darf rein:
- Lebensmittel, die noch genießbar sind, auch wenn sie ein paar Beulen haben, weniger schön aussehen oder das MHD überschritten ist - nicht zu verwechseln mit dem Verbrauchsdatum, das darf nämlich nicht rein
- Obst
- Gemüse (Radieschen nur ohne Grün)
- Backwaren wie Brot und Brötchen oder süße Teile
- geschlossene Dosen und Gläser
- Getränke
- abgepackte, verschlossene Kühlwaren wie Milch- und Wurstprodukte, nur im vorhandenen Kühlschrank und nur wenn die Kühlkette nicht unterbrochen wurde
- Tiefkühlware, nur im vorhandenen Gefrierschrank und nur wenn die Kühlkette nicht unterbrochen wurde
- unempfindliche Trockenwaren wie Nudeln und Reis, auch, wenn die Packung beschädigt ist
- Süßigkeiten
Was darf NICHT rein:
- gerettete, zubereitete oder selbst hergestellte Speisen sowie Buffet-Waren
- rohes Fleisch und roher Fisch
- offene oder angebrochene, verderbliche Lebensmittel
- Produkte mit unterbrochener Kühlkette
- rohe Eier oder Rohmilch
- Produkte mit Verbrauchsdatum: z.B. Sprossen, Fertigsalate, Quetschies oder Breie von Yamo - egal ob schon abgelaufen oder nicht
- selbst gesammelte Pilze
- Alkohol
- Energydrinks
- Medikamente
- Non-Food-Artikel
Interessierte können der Whats-App-Gruppe (siehe QR-Code am Schrank) beitreten und sehen dann, wann, was, von wem geliefert wurde.