Amerikanisches Schulfest

13. Mai 2013

Die Angrüner-Mittelschule blickte mit Musik und Spielen über den großen Teich, verlor aber auch Bayern nicht aus dem Blick.

Das ansonsten blau-weiße Schulfest der Angrüner Mittelschule hat in diesem Jahr eine weitere Facette bekommen: die Farbe Rot. Und damit wurde aus dem Fest im bayerischen Gewand ein Fest in den Farben der USA. Musik und Tänze von jenseits des großen Teiches dominierten das Eröffnungsprogramm. „This land is your land“ intonierten die fünften und sechsten Klassen. Sie taten das mit Flöten, Xylofon und Ukulelen. „In der fünften und sechsten Klasse haben wir mittlerweile kein Kind mehr, das nicht wenigstens Flöte spielt“, sagte Rektor Bruckmüller angesichts des großen Instrumentalchors stolz. Weiter ging es mit Square Dance, Line Dance und einer rasanten Hip Hop Darbietung. Auch bei den Stärkungen nach so viel Tanz und Musik war das Motto weiß-blau-rot. Hamburger, Cheeseburger, Popcorn, Marshmallows, Hot Coffee und eine Torte, verziert mit stars and strips. Dazu Cocktails mit den vielversprechenden Namen Mexican Lover, Las Vegas und Magic fruit, garantiert alkoholfrei. So sehr der amerikanischen Lebensart gefrönt wurde, ganz mochte man die bayerischen Wurzeln doch nicht verleugnen. Ein eigener Maibaum wurde auch in diesem Jahr aufgestellt. Und die Hymne, die den Baum bei seinem Einzug begleitete, spielte das Blasorchester der Schule unter der Leitung von Bernhard Heim. Der hatte eigens für das Orchester einen Angrüner-Marsch komponiert. Ganz besonders in Erinnerung behalten dürften dieses Schulfest Anna-Lena Schild, Aline Preußner und Can Ziermeier. Die drei jungen Leute wurden in diesem Jahr mit dem Angrüner-Preis ausgezeichnet. Er ist mit je 150 Euro dotiert und als Anerkennung für soziales Engagement, gute Leistungen in der Schule und Zivilcourage gedacht. Konrad und Florian Spies vom Vorstand der Stiftung überreichten den Preis. Kurzzeitig war es im Rund des Pausenhofs sehr still geworden, als Konrad Spies zum Mikrofon gegriffen hatte, denn alle Kinder und Jugendlichen wussten, wenn der Herr Spies sich anschickt etwas zu verkünden, dann wird es spannend. Die drei Preisträger waren sichtlich überrascht und natürlich hoch erfreut. Und noch eine weitere Auszeichnung gab es heuer, gestiftet von der Nachmittagsbetreuung. Er ging an Betreuerin Sonja Biersack und eine kleine Truppe von Kindern. Sie halfen nach Schulende des Öfteren im Tiergehege mit und sorgten unter anderem dafür, dass nun viele Schilder den Besuchern Wissenswertes über die Tiere im Gehege mitteilen. Nach dem offiziellen Teil maßen anschließend nicht nur die jungen Leute an diversen Stationen ihre Kräfte beim Spiel ohne Grenzen, bevor sich die Schulfamilie schließlich wieder ans Aufräumen machte.

Freund der Schule: Alljährlich zeichnet die Schule einen Gönner aus, der sich um die Schule verdienst gemacht hat. In diesem Jahr ist das Bernhard Dillinger. Tagtäglich erhält die Schule für ihre Nachmittagsbetreuung Obst aus Dillingers Edeka-Supermarkt. 82 Kinder können sich so in der Schule mit Vitaminen versorgen. Und auch sonst habe Dillinger stets ein offenes Ohr für die Schule, sagte Rektor Heiner Bruckmüller.

Cajon: eine Gruppe von Kindern trommelte zu Beginn des Festes auf Cajons. Die kastenähnlichen Musikinstrumente hatten sie unter Anleitung eines Fachmanns selbst gebaut.