Neujahrsanblasen 2013

04. Januar 2013

Ausführlich haben die Bad Abbacher das neue Jahr willkommen geheißen. Morgens um zehn Uhr donnerten Salutschüsse über den Ort, abends versammelte sich eine große Gesellschaft zum Neujahrsanblasen im Innerort.

Die königlich-privilegierte Feuer- und Zimmerstutzengesellschaft war mit ihren Böllerschützen besonders eifrig dabei. Am Neujahrsmorgen hatten sie sich bei der Charbonnières-Brücke postiert und erstmals auch auf dem Heinrichsturm. Nachdem die Glocken der Pfarrkirche St. Nikolaus ihr Zehn-Uhr-Läuten beendet hatten, krachte der erste Salut und die erste Reihe von der Brücke aus über den Ort. Das hören natürlich nicht alle Bad Abbacher. „Damit alle schee wach wern“ hatten die Schützen heuer auch noch den Heinrichsturm erklommen und gaben den Brückenschützen von dort oben Antwort. Am Abend leiteten sie am Marktplatz das Neujahrsanblasen ein. So mancher hielt sich schon vorsorglich die Ohren zu. Etwas leiser waren die Töne, die der Spielmannszug und die Hanslberger Musikanten anschlugen. Eskortiert von Feuerwehrmännern und –frauen marschierten sie mit klingendem Spiel ein. Erstmals heuer hielten die beiden Geistlichen Pfarrer Franz Schmidbauer und Pfarrer Frank König eine kleine Andacht. Am Anfang eines Jahres stehe auch immer der Aufbruch in eine unbekannte Zukunft, sagte Pfarrer Schmidbauer. Beide Geistliche segneten die Menschen und vertrauten diese unbekannte Zukunft Gott an. Von der weltlichen Warte aus blickte Bürgermeister Ludwig Wachs zurück und nach vorne. Der teilweise herrschenden Weltuntergangsstimmung erteilte er eine Absage. Dass es Höhen und Tiefen gebe, sei normal und nicht immer gleich eine Katastrophe. In Bad Abbach seien mit Mut und Zuversicht viele wichtige Projekte angestoßen worden, die auch in die Zukunft wirken. Neben der Kurverwaltung ist auch noch die Werbe- und Interessengemeinschaft Veranstalter des Neujahrsanblasens. Deren Vorsitzende Ruth Schmuck sagte, dass in Bad Abbach weniger Weltuntergangs- als vielmehr Aufbruchstimmung herrsche. Auch gäbe es einen großen Zusammenhalt, ohne den der Ort nicht so lebens- und liebenswert wäre. Schwungvoll spielten die Hanslberger Musikanten und der Spielmannszug die ganze Gesellschaft ins neue Jahr. Richtig stimmungsvoll wurde es, als die Männer und Frauen der Feuerwehr das bengalische Feuer entzündet entzündeten, das den Platz in einen warmen, roten Schein tauchte. Wer mochte, blieb hernach noch auf einen kleinen Plausch stehen, sprach Currywurst, Champagner, Stollen und Glühwein zu und genoss den angenehmen Neujahrsauftakt.