Die Jüngsten zeigen, was sie können

21. Oktober 2012

250 Kids treffen sich zur Kinderolympiade in der Manglkammer-Halle

250 Kinder bevölkern die Manglkammer-Halle. Die Gemeinde hat zur Kinderolympiade geladen. Sportreferent Ernst Gassner und die vielen Betreuer des TV Oberndorf warten mit einer Reihe von Stationen auf die Kinder, an denen die ihre körperlichen Fertigkeiten unter Beweis stellen können. Zuerst sind die Drei- bis Fünfjährigen dran. Die Stationen haben durchaus unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Durch einen Mattentunnel kriechen und am Ende wieder rauspurzeln, das traut sich jedes Kind. Viele aber zögern, als sie eine schräg gestellte Bank hinauflaufen sollen. „Stell dich nur auf und geh hoch. Ich bin da!“, versichert Fußballer Martin Stuhlfelder einem kleinen Mädchen und bildet mit den Armen einen schützenden Ring um das Kind. Sie traut sich und geht vorsichtig bis ganz nach oben. Unten angekommen empfängt Bettina Rötzer die Kinder. Nun wird noch ein bisschen gesprungen und am Ende steht ein kleines Podest von dem sie runterhüpfen sollen, die Arme hochnehmen und sagen: „Ich hab’s geschafft!“ Henrik (5) steht auf dem Podest, schaut die Übungsleiterin etwas verwundert an. Dann geht ein Strahlen über sein Gesicht. Er reißt die Hände hoch und der Jubel kommt aus tiefstem Herzen: „Ich hab’s geschafft!“ Auch vor der Sprossenwand haben viele Kinder sichtlich Respekt. Sie sollen raufklettern, sich umdrehen, mit den Händen eine Sprosse greifen und sich dann hängen lassen. Die meisten geben sich einen Ruck, lassen die Beine baumeln. Andere trauen der Sache nicht ganz und verlassen den sicheren Halt nicht. Macht nichts, das nächste Mal vielleicht. Bei der Kinderolympiade geht es ja nicht um höher, schneller, weiter, sondern einfach darum, den Kindern den Spaß an körperlicher Bewegung zu vermitteln. Bei jeder Station bekommen sie einen Stempel, egal ob die Übung hundertprozentig ausgeführt war oder nicht. Sebastian (5) hat alle Stationen bewältigt. Er kennt sich aus, ist nicht zum ersten Mal an solchen Geräten: „Das ist wie Turnen“, stellt er ganz fachmännisch fest. Auch Lena (5) hat keinerlei Probleme mit den Übungen. Ihre liebste Station war die kombinierte. Erst über ein Seil balancieren, dann auf den Kasten klettern, runterspringen und rauf aufs Mini-Trampolin. Markus (12) war früher selbst jedes Jahr bei der Kinderolympiade dabei. Jetzt ist er an einer Station für die Laufzettel zuständig, stempelt sie ab, drückt sie den Kindern wieder in die Hand, weist ihnen den Weg und beantwortet Fragen „Die Kleinen fragen noch sehr viel“, hat er nach seinem ersten Einsatz als Helfer bereits festgestellt. Weil aus so einer Kinderolympiade alle als Sieger hervorgehen, gibt es auch für jeden eine Medaille und eine Urkunde. Keine von der Stange. Nein, in jede einzelne Urkunde hat Georg Brunner mit Füller und in kunstvoller Schrift den Namen des kleinen Teilnehmers eingetragen. Die Kinder nehmen sie stolz entgegen, während im Hintergrund die Stationen umgebaut werden. Und dann stürmt schon die nächste Altersgruppe herein.