Weiß-blaues Schulfest in der Angrüner-Mittelschule

29. Mai 2012

Die ganze Schulgemeinschaft feierte ein abwechslungsreiches und fröhliches Fest rund um den wiedergefundenen Maibaum.

Weiß-blau war das Motto und weiß-blau war der Himmel beim Schulfest der Angrüner-Mittelschule. Viele der jungen Leute hatten sich in Dirndl und Lederhosen geworfen, bayerische Bräuche wurden gepflegt und bayerische Tänze getanzt. Und einen Maibaum hat die Schule jetzt auch endlich. Bis der am Schulgelände aufrecht zu stehen kam, war allerdings eine schwere Geburt vorausgegangen. Nicht weil er so groß oder die jungen Burschen so schwach gewesen wären. Nein, aber das Traditionsstangerl kam der Schule nicht weniger als vier Mal abhanden. Das erste Mal wurde er schon dem Spender geklaut, dann dem Dieb, der daraufhin einen neuen zur Verfügung stellte. Dann war der Baum endlich in der Schule. Hier jedoch machten sich ein paar Neuntklässler daran, das Brauchtum des Maibaumstehlens noch intensiver zu pflegen. Jedoch hatten sie die Rechnung ohne die Sicherheitsbestimmungen des Ministeriums gemacht, wie Rektor Heiner Bruckmüller schmunzelnd erzählte. Bildschön waren sie auf den schuleigenen Überwachungskameras zu identifizieren. Sie mussten den Baum wieder rausrücken, die Kinder der Ganztagsbetreuung schmückten ihn, aber am Tag des Schulfestes war er schon wieder verschwunden. Demonstrativ hielt Bruckmüller das Foto des neuerlichen Diebes in die Höhe. Und siehe da: Hausmeister Gerhard Liebberger grinste in die Kamera. Nun, zum Schluss fand der Baum dann doch seinen Weg an die dafür vorgesehene Stelle. Die hauseigene Blaskapelle unter der Leitung von Bernhard Heim spielte einen ordentlichen Tusch, und einen kleinen Tanz rundherum gab es auch gleich noch. Vor dem Maibaumaufstellen hatten sich die jungen Leute und ihre Gäste bei verschiedenen Spielen vergnügt. Schubkarren fahren, Kegeln und Wettmelken standen ebenso auf dem Programm wie Hufeisenwerfen. Martin stellte dabei spezielle Betrachtungen an: „Nach oben muss das Hufeisen offen sein, damit das Glück nicht rausfällt“, wusste er. Josef Sedlmeier, früher selbst Lehrer an der Schule, gab Anschauungsunterricht der ganz besonderen Art. Er hatte eine kleine Schmiede aufgebaut und zeigte, wie handfeste Nägel und andere Metallgegenstände entstehen. Ums Energiesparen ging es beim Bund Naturschutz: „Ist das heiß?“, fragte ein Bub und zeigte auf den aufgebauten Solarkocher. Reinhard Baumeister vom BN empfahl ihm, lieber nur ganz vorsichtig an den Topf zu langen. Dessen Inhalt hatte die Sonne nämlich schon fast zum Kochen gebracht.

Seit vielen Jahren zeichnet die Schule bei ihrem Fest eine oder mehrere Personen aus, die sich um das Schulleben besonders verdient gemacht haben. Seit diesem Jahr darf sich Elisabeth Weinmann mit dem Titel „Freundin der Schule“ schmücken. Sie ist „die gute Seele der Schule“, wie Konrektorin Ulrike Sommer sagte, und morgens die erste, die Schüler, Lehrer oder auch Eltern in freundlicher Weise empfängt.