Insellauf

19. Mai 2012

Neue Rekorde beim Läufertreffen auf der Freizeitinsel

Neuer Rekord beim Bad Abbacher Insellauf. 339 Läufer nahmen die Halb- und die Viertelmarathonstrecke in Angriff. 146 starteten über die längere Distanz, 173 über die kürzere. Dazu kamen noch 55 Teilnehmer beim Hobbylauf über 3,5 Kilometer und 28 Nordic-Walker über 10 Kilometer. Schon im Vorfeld hatten sich mehr Läufer angemeldet als die Jahre zuvor. Und über 100 Nachmelder entschlossen sich noch kurzfristig, an den Hauptläufen teilzunehmen. Das wunderbare Laufwetter habe sie wohl gelockt, vermutete Erich Wagner, der Chef des veranstaltenden Lauftreffs Bad Abbach. Vielleicht habe der Teilnehmerrekord aber auch daran gelegen, dass der Lauftreff spontan den Termin des ausgefallenen Regensburg-Marathons übernommen hatte, und viele Läufer die Gelegenheit nutzten, auf die ansprechende Strecke die Donau und den Kanal entlang über die Freizeitinsel und durch den Kurpark auszuweichen. Punkt neun Uhr fiel der Starschuss. „Gestartet wird in diese Richtung!“, dirigierte Alfred Lakotta vom Lauftreff vorab die Teilnehmer. Ein großer Pulk reihte sich hinter der Startlinie auf. Die Nordic-Walker ganz hinten, die mit den schnellen Zeiten ganz vorne. Da trennte sich dann die Spreu vom Weizen, auch bei den Läuferpaaren. Ein kleines Küsschen, dann nahm der männliche Part eines Duos einen Platz hinten im Feld ein, die Dame marschierte ganz nach vorn. Rasant ging es los, erst das Klick-klack der Nordic-Walking Stöcke kündigte an, dass die Geschwindigkeit nun etwas langsamer werden würde. Auch Bürgermeister Ludwig Wachs hatte sich in den Sportlerdress geschmissen, die Stöcke im Anschlag. Den Streckenverlauf? Nein den kenne er nicht. „Ich marschier der Herde nach. In die Verlegenheit, dass ich vorangehe, werde ich nicht kommen“, prophezeite er und behielt recht. Als das ganze Starterfeld durch war, rückte die Jugend für ihren Lauf über 3,5 Kilometer an. Lukas (9) und Bernhard (9) vom Bad Abbacher Kinderlauftreff wollten ganz vorne mit dabei sein, auch wenn Betreuerin Irmgard Rosenmüller eher dem olympischen Gedanken anhing, dass Dabeisein alles ist. Die beiden Jungs waren schnell: „Ich bin Erster in meiner Altersklasse!“, jubelte Lukas. Bernhard hatte nach der Anstrengung nur eines zu sagen: „Ich bin am Ende!“ Carl Hierl vom LLC Marathon, letzte Woche Dritter beim Kelheimer Frühlingslauf über zehn Kilometer, sah den Insellauf als willkommene Trainingsgelegenheit an. Ums Gewinnen gehe es ihm heute nicht, sagte er, mehr um die Übung. Die brauche er, für den Bayerischen Zehner in Mettenheim. Eine persönliche Begrüßungsrunde konnte Dr. Eberhard Siegfried aus Bad Abbach beim Lauf drehen. „Ich kenne hier jeden Stein“, versicherte er einem Kollegen, der prompt nach Abkürzungen fragte. Sport integriert auch Menschen mit Handicaps: Unter viel Applaus gingen etliche Teilnehmer vom Haus der Lebenshilfe in Ihrlerstein mit an den Start und absolvierten den Hobbylauf oder die Nordic-Walking Strecke.