Bad Abbach mit vollem Einsatz in Manching dabei

05. Juni 2012

Bei der Suche nach Bayerns besten Bayern war der Erfolg der Bad Abbacher Mannschaft nicht ganz so groß, der Spaß aber schon.

Die Besten waren sie nicht, die Lautesten aber allemal! Zum Finale von Bayerns beste Bayern in Manching am Sonntag rückte die Bad Abbacher Mannschaft mit 80 Fans und allem, was ordentlich Krach macht, an. Zuhause hatten sie sich kürzlich für das Finale in dem Bayern-1-Spiel qualifiziert. „Wichtig is’, dass ma heit unsern Spaß ham. Und am Wichtigsten is’, dass ma g’winner!“, gab Spielleiter Christian Hanika schon im Bus nach Manching die Parole aus. Das mit dem Spaß war kein Problem, das mit dem Gewinnen – na ja. Siebte der acht teilnehmenden Finalmannschaften wurden die Abbacher. An Motivation ließ es der Spielleiter nicht fehlen. Ein riesiges Banner hatte Hanika dabei, auf dem schon mal stand, dass die Abbacher die besten Bayern sind. Beim Aufdruck der T-Shirts hatte man ein bisschen vorgesorgt, falls es mit den besten Bayern nichts werden würde. Laut Aufschrift waren die Abbacher halt dann einfach die allerbesten Bayern. Bei strömendem Regen verzog sich der mitgereiste Fantross auf dem Festgelände in Manching erst mal unter diverse Sonnenschirme und die zehn Mitglieder der Mannschaft bekamen vom Bayern 1- Team ihre Einweisung in die vier Spiele. Kurz bevor es ernst wurde, kam endlich auch die Sonne hervor. Mannschaft und Fans trockneten allmählich wieder. Die mitgebrachte Sirene und die Hupen gaben ihr Bestes, als die Abbacher zur ersten Runde starteten. Wasser spielte die entscheidende Rolle. Das musste über einen Hindernisparcours transportiert werden und leider, leider stieg die Wassersäule bei den Abbachern nicht so hoch wie bei ihren direkten Gegnern. Hanika blieb ungebrochen optimistisch: „Des war etz a g’sund’s Mittelmaß zum Aufwärmen und etz gem mir Vollgas.“ Nach der zweiten Spielrunde auf dem Teufelsrad landeten sie mit Vollgas gemeinsam mit Obertaufkirchen auf dem letzten Platz. Die mitgebrachte Sirene wurde ein wenig seltener eingesetzt und die Devise hieß ab sofort: Nicht Letzter werden! Die Fans und die versammelte Bürgermeisterriege unterstützten lautstark und mental und nach der dritten Runde beim Traubenlesen im Weinberg war dieses Ziel erreicht. In der vierten Runde, genannt Wurstkuchel, wurde es souverän verteidigt. Und da ertönte sie wieder in voller Pracht, die Sirene. Dass man das Halbfinale nicht erreicht hatte, darüber war von den mitgereisten Fans niemand so wirklich traurig, denn inzwischen goss es wieder wie aus Kübeln. Auch die Mannschaft und der harte Kern der Beschaller machten fröhlich weiter und gaben vor dem wartenden Bus noch etliche Gesänge zum Besten, bevor es wieder Richtung Heimat ging. Christine Höglmeier und Matthias Schiller, beide in der Mannschaft von Bad Abbach und erst seit einem halben Jahr Bürger der Gemeinde, stellten strahlen fest: „Schee, dass ma nach Bad Abbach zogn san!“