Zauberhaftes Schulfest

25. Juli 2012

Kinder, Lehrer und Eltern feierten ein Fest mit viel Zauberei und Zirkus.

Anscheinend sind sie alle recht brav gewesen, die Schüler und die Lehrer der Grundschule. Pünktlich zur Eröffnung des Schulfestes begann es zwar zu regnen und der Himmel sah nicht freundlich aus. Aber nach kurzer Zeit war es damit vorbei und die ganze Schulgemeinschaft feierte ohne Dusche ein buntes Zirkusfest. Zirkus sei immer irgendwo, sagte Rektorin Margitta Karl, zu Hause oder in der Schule. „Aber heute haben wir einen lustigen Zirkus!“ Mit Feuereifer stürzten sich die Kinder in die Arena. Viele wollten gleich einmal das Diplom erwerben. Dazu waren vier Aufgaben zu erfüllen: Auf einer Slackline balancieren, sich als Clown verkleiden, den Hula-Hoop-Reifen kreisen lassen und Stelzengehen. Julia (8) hat den perfekten Hüftschwung drauf. Der Reifen wirbelt um das Mädchen und macht keinerlei Anstalten abzustürzen. Tassilo (8) neben ihr müht sich mit den ganzen Requisiten ab, die einen waschechten Clown ausmachen. Erst das Ringelshirt, dann die bunte Hose, die viel zu groß ist. Schnell noch die Perücke aufgesetzt, die rote Nase befestigt und eine kesse Fliege umgebunden – schon lacht ein herrlich ausstaffierter Clown in die Runde. Auch eine Mama hat sich als Clown verkleidet. „Die Schule ist sonst immer ernst genug“, sagt sie, da müsse so ein Tag genutzt werden. Für kräftige Stärkungen hatten Elternbeirat und Mittagsbetreuung gesorgt. Bratwürstl, Waffeln, Popcorn und all die anderen Leckereien gingen weg wie die warmen Semmeln. Nur der Zaubertrank, den ein paar junge Zauberlehrlinge beim „Workshop Zaubern“ brauten, der war nicht für den Genuss gedacht. Fleißig rührten die Nachwuchszauberer Zauberpulver und Wasser zusammen und heraus kam ein „Baaaaaz“ mit spiegelglatter Oberfläche, der sich kaum bewegen ließ. An einer anderen Station lernten Groß und Klein, wie man Finger abschneidet, ohne dass ein einziges Tröpfchen Blut fließt. Zu einem richtigen Zirkus gehört natürlich auch ein gewisses Maß an Akrobatik. Die gab’s in der Turnhalle. In schnellem Lauf flogen die jungen Turner über einen Kasten, bis sie dann zu Turnclowns wurden und unter dem Gelächter ihrer Zuschauer tollpatschig durch die Gegend purzelten. Raubtiere gab es zum Glück keine, aber in all dem Getümmel tauchte plötzlich ein herrenloser kleiner Stoffhase auf. Er wird sich wohl gedulden müssen, bis der normale Schulalltag wieder Einzug hält, bevor er zu seiner Besitzerin oder seinem Besitzer zurückkehren darf.