Bad Abbach feiert

11. Juli 2012

Gut essen, gut trinken und die Geselligkeit pflegen, dazu trafen sich die Menschen am Bürgerfest.

Bei herrlichem Sonnenschein feierten die Bad Abbacher den Auftakt ihres diesjährigen Bürgerfests. Pünktlich zum Festbeginn zeigte der Himmel ein strahlendes Blau. Und bevor die Gaudi begonnen hat, haben einige eine Riesengaudi gemacht, wie Bürgermeister Ludwig Wachs sagte. Gemeint waren damit die Herren und die Dame der Königlich-Privilegierten Feuer- und Zimmerstutzengesellschaft, die ihre Böller krachen ließen, damit jeder wusste: Es ist Bürgerfest. Begleitet vom Spielmannszug machten sich die Vereine und die Vertreter der Gemeinde dann auf in die Fußgängerzone, wo das erste Fass auf den Bürgermeister wartete. Dritte Bürgermeisterin Ruth Schmuck wurde auserkoren, das Fass zu halten. Das hätt’s aber gar nicht gebraucht, denn Wachs zapfte ganz flott an. Kein Tröpferl des Gerstensafts ging daneben. Große Attraktionen habe das Bad Abbacher Bürgerfest nicht zu bieten, und das sei auch gar nicht nötig, meinte Wachs. Denn wichtig sei es, sich am Bürgerfest zu treffen, beisammenzusitzen und zu ratschen. Das taten die Besucher denn auch ausgiebig. Der laue Sommerabend lockte eine große Menschenmenge an, und die Vereine waren mit Speis und Trank gerüstet. Köstlich duftete der Steckerlfisch der Petrijünger, Käse und Rettich vom Obst- und Gartenbauverein wurden im Akkord geschnitten und bei den Löwenfreunden wurde die Schnitzelpfanne nicht kalt. Live klopften, panierten und buken sie die großen Lappen. „D’Leit wolln segn, wia’s Schnitzl g’macht wird“, verkündeten Marianne Reil und Claudia Graf und richteten Portionen her, die am Teller kaum Platz hatten. Erstmals am Bürgerfest spielten „Mr. Guitar & The Rocking Flavours“. Die Band hatte hier ein Heimspiel, denn Bassist Alex und Schlagzeugerin Veronika stammen aus der Großgemeinde. Auf den Bassisten musste die Formation erst noch ein wenig warten. Der stand im Riesenstau auf der Autobahn. Aber unter Musikern hilft man sich aus, und nahtlos vertrat Mike seinen Kollegen. Am Ende des Abends kündigte Gitarrist Mario an, dass man nächstes Jahr wiederkommen werde, auch wenn der Veranstalter davon noch nichts wisse, und das Publikum quittierte die Ankündigung mit großem Applaus. Für Freunde des edlen Rebensafts hatte das Partnerschaftskomitee den Tisch gedeckt. Französischen Wein und Bad Abbacher Wasser wurden da kredenzt. Der Leiter des Wasserwerks, Andreas Gimmel, bürgte quasi in Personalunion für die Qualität beider Getränke, ist er doch auch Leiter des Jugendaustauschs zwischen Bad Abbach und Charbonnières-les-Bains. A bissl was Hochprozentiges, lecker gemischt, gab es bei den Jungen Freien Wählern, und für das Bier war der Kriegerverein zuständig. „Lauter hübsche, nette Leit san da und an guaden Durscht hamms mitbracht!“, stellten Arne Fleck, Mane und Tobias Preußner fest und füllten fleißig die Krüge.