Bad Abbach hat eine neue Kinderkrippe

01. August 2012

Die Betreuungseinrichtung für 36 Kleinkinder ist fertig und begeisterte bei der Eröffnung nicht nur große, sondern auch kleine Besucher.

Das Werk ist vollbracht, die Kinderkrippe „Turmwichtel“ kann nach den Sommerferien den Betrieb aufnehmen. „Ein Tag der Freude“, sagte Bürgermeister Ludwig Wachs bei der Einweihung am Donnerstag. Heute könne er eine „moderne, notwendige und bedeutende Einrichtung“ an die Kinder und ihre Eltern übergeben. Wenn die Eltern ihrer Arbeit nachgehen, sollen sie ihre Kinder hier in guten Händen wissen. Die Trägerschaft für die Krippe hat die Arbeiterwohlfahrt übernommen, die auch die schon existierende eingruppige Kinderkrippe in der Kochstraße betreibt. Kreisgeschäftsführerin Sandra von Hösslin bedankte sich bei der Gemeinde und bei Planer Klaus Bachsteffel, dass die AWO beim Bau jederzeit ihre pädagogischen Ideen habe einbringen können. Der symbolische Schlüssel, den der Bürgermeister an Sandra von Hösslin und Melanie Brunner, die Leiterin der Krippe, übergab, war in diesem Fall nicht aus Metall, sondern aus nahrhaftem Brezenteig geformt. Die kleinen Turmwichtel durften ihn gleich verkosten. Ausstaffiert mit roten Mützchen zogen sie in einem Leiterwagen das Geschenk der AWO herein, eine Zaubernuss, die im neuen Garten ihre Blüten entfalten wird. Wolfgang Kölnberger von der Regierung von Niederbayern beglückwünschte die Gemeinde, weil sie auch in Zeiten schwieriger Haushalte das Projekt Kinderkrippe angegangen habe. Familienbetreuung sei ein wichtiger Standortfaktor für Gemeinden geworden, betonte er. Insgesamt bekam die Gemeinde einen Zuschuss von 837 000 Euro für das Gebäude und 45 000 Euro für die Inneneinrichtung vom Freistaat Bayern. Das sind gut 75 Prozent der förderfähigen Kosten. Inklusive Außenanlagen wird die Kinderkrippe zirka 1,9 Millionen Euro kosten. Planer Klaus Bachsteffel umriss kurz das Raumprogramm der dreigruppigen Krippe, plauderte ein wenig über die Bauphase und gab den Eltern einen Rat: „L angegangen hätirka 1,9 Millionen n schwiiiebe Eltern, lassen Sie Ihre Kinder Maler, Mauerer, Fliesenleger und Schreiner lernen, die brauchen wir!“ Denn während der Bauzeit hatte er damit zu kämpfen, dass die Handwerksfirmen derzeit übervolle Auftragsbücher haben. Abzüglich der Winterpause wurde das Gebäude in zehn Monaten reiner Bauzeit errichtet. Pfarrer Franz Schmidbauer und Pfarrer Frank König baten um Gottes Segen für die neuen Räume und darum, dass er dieses Haus in seine Obhut nehmen möge. Die ganze Festgesellschaft besichtigte anschließend den Bau, der sich freundlich, großzügig und lichtdurchflutet präsentierte.