Stimmungsvoll und ein bisschen gruslig: Halloween in Bad Abbach

06. November 2011

In der Marktbücherei und am Burgberg vergnügten sich kleine Geister, Vampire, Hexen und Monster.

Zu Halloween waren die Geister los. In der Marktbücherei und am Burgberg trieben sie vor Allerheiligen ihr Unwesen. Markerschütternde Schreie tönten aus der Bücherei in den Kurpark. Hexe Spinne und Hexe Ratte, alias die Büchereileiterinnen Tina Grünewald und Henriette Schaffner, animierten ihre jungen Zauberlehrlinge, ja kein Blatt vor den Mund zu nehmen und schleuderten immer wieder einen pelzigen, fast echten Nager in den Pulk der kleinen Hexen, Vampire, Gerippe und Monster: „Bringt die Ratte zum Zittern!“ All die grusligen Gestalten ließen sich nicht zweimal bitten und bestanden die Schreiprüfung tadellos. Wattebällchen wie durch Zauberhand zu bewegen, das lernten sie als Nächstes. Als irdische Zutat zu dem Spiel wurden schwarze Luftballone gereicht. „Wer will den Luftballon mit Rattensabber?“ Alles kreischte! Damit auch die Eltern der jungen Halloween-Gestalten noch ein wenig Schrecken abbekommen würden, machten sich die Kinder daran, Spinnen zum Mitnehmen zu basteln. Doch auch der durchsichtigste Geist braucht einmal eine Stärkung. Am Hexenbuffet war bestens dafür gesorgt: Ausgeweidete und gebackene Spinnen, abgehackte Finger und verdünntes Blut wartete auf sie. Abgehackte Finger gehören anscheinend zu den Lieblingsspeisen junger Schreckgespenster, denn zu Halloween gab es die auch am Burgberg. Daneben lagen appetitliche Gehirne, Augen und Mumien zum Verspeisen bereit. Johann Brinsteiner vom Heimat- und Kulturverein, Organisator der Veranstaltung unterm Heinrichsturm, braute dazu Zaubertrank. Die genauen Zutaten verriet er nicht, nur so viel: Krötenschleim und Spinnenbein waren reichlich untergerührt. „Damit die Kinder lange durchhalten.“ Die zeigten keine Müdigkeit, brieten ihre Würstl und Kartoffel am rauchenden Lagerfeuer, tollten über die Wiese und versuchten, sich gegenseitig zu erschrecken. Meist gelang ihnen das nur bei den Erwachsenen, die fürchteten sich dafür umso mehr.