Erfolgsmodell Kinderolympiade

06. November 2011

Dabeisein ist alles - das gilt auch für Olympiade der Jüngsten.

Stolz präsentieren Aline, Carina, Alisa und Anja ihre Laufzettel. Die beiden sechsjährigen Zwillingspärchen haben schon fast jede Station bei der Kinderolympiade absolviert. Quietschvergnügt outet sich das Kleeblatt als „Quatschtanten“ und weiter geht’s mit Hallo zum Ringeklettern. 250 Kinder stürmten die Manglkammer-Halle, um zu zeigen, was sie sportlich alles drauf haben. Die Kinderolympiade unter der Regie von Sportreferent Ernst Gassner und des TV Oberndorf hat sich zum echten Erfolgsmodell entwickelt. Alljährlich steht dabei der Spaß im Vordergrund. Die Stationen sind so gewählt, dass auch die schwächeren Turner ein Erfolgserlebnis haben und die stärkeren nicht unterfordert sind, erzählt TVO-Vorsitzender Manfred Hartl und blickt mit einem breiten Lächeln auf das emsige Gewuzel in der Halle. Jedes Kind soll nach Hause gehen und das Gefühl haben, etwas geschafft zu haben. Das fördert die Lust am Sport. Dass das nicht nur graue Theorie ist, zeigt die Tatsache, dass viele der jungen Teilnehmer schon mehrmals mit von der Partie waren. So wie Dominik (7). „Ich war heute als Zweiter fertig!“, sagt er ganz stolz und macht sich auf den Weg, den Parcours nochmals zu durchlaufen. Am besten hat ihm das Klettern über schwingende Seile gefallen. Constanze (7) und Anna (7) sehen von dem Gewimmel rund um sie herum gerade nichts. Ihre Augen sind nämlich verbunden und an der Hand ihrer Betreuerin springen sie blind über verschiedene Schemel, klettern rückwärts einen kleinen Mattenberg hinauf und krabbeln durch eine Teppichrolle. Nein, unsicher haben sie sich dabei gar nicht gefühlt, sagen die beiden Mädchen übereinstimmend. Auch die Betreuer sind meist schon viele Jahre dabei und machen dabei interessante Beobachtung. „Beidbeiniges Springen fällt den meisten Kindern richtig schwer“, hat Veronika Gassner festgestellt. Das wird heuer an einem Trampolin beim Sprung über den Kasten trainiert. Zwei starke Männer der Oberndorfer Fußballmannschaft geben hier Hilfestellung und halten die jungen Springer gut fest. Als alle ihre Stempelliste voll haben, kehrt Ruhe ein. Jetzt gibt es die Medaillen.