Freunde zu Besuch

21. Juni 2011

Die Partnerschaft zwischen Charbonnières-les-Bains und Bad Abbach wächst und blüht.

Die Partnerschaft zwischen Charbonnières-les-Bains und Bad Abbach ist intensiv und wird gut gepflegt. Bei den gegenseitigen Besuchen gibt es deshalb von Beginn weg kein Fremdeln, hier begrüßen sich langjährige Freunde. Über Christi-Himmelfahrt weilten 56 Gäste aus Charbonnières-les-Bains vier Tage lang in Bad Abbach. Höhepunkt der gemeinsamen Unternehmungen war der europäische Abend am Samstag. Zwischen Spargelhollundersuppe und Poulardenbrüstchen wurden Namen gereicht. Viele Frauen und Männer haben sich auf beiden Seiten um die Partnerschaft verdient gemacht. Die Väter der ersten Stunde wurden genauso gewürdigt wie die momentanen Motoren. Mit ganz einfachen Worten drückte Monika Tamme, die Vorsitzende des Bad Abbacher Partnerschaftskomitees, die Triebfeder für das Engagement aus: „Ich liebe unsere Partnerschaft sehr.“ Selbstverständlich gab es auch Gastgeschenke. Unter anderem Boule-Kugeln für die Gastgeber und im Gegenzug ein Spiel Schafkopfkarten samt Einladung zum Schafkopf-Seminar für die Gäste. Ein guter Grund zum Wiedersehen. Die Boule-Kugeln waren schon am Nachmittag eifrig im Einsatz. Michel Calard, Vertreter des französischen Bürgermeisters, überreichte sie den Bad Abbachern. Bürgermeister Ludwig Wachs bekam ein Extraset, ein Bürgermeisterset. Michel Calard erklärte die Regeln und die Sache mit Fanny. Wer ohne Punkte aus einem Match geht, darf sie küssen - auf das blanke Hinterteil. Fanny existiert natürlich nur als Bild. Die Boule-Runde hatte damit jedoch jede Menge Spaß, bevor der Bürgermeister seine Bürgermeister-Kugeln und der Rest seine normalen Kugeln nahm und sich auf der neuen Boule-Bahn im Kurpark ein kleines Match lieferte. Ohne Punkte bleibt keiner und Fanny bekam an diesem Nachmittag kein Küsschen. Partnerschaftstreffen haben immer auch ihre Bedeutung für die Europäische Union. Europaabgeordneter Manfred Weber schaute deshalb zur Eröffnung einer Ausstellung vorbei, erzählte vom Vorsitzenden seiner Fraktion im Europaparlament. Dessen Großvater konnte einem Deutschen noch nicht wieder die Hand geben, beauftragte aber seine Söhne damit, an der Aussöhnung zu arbeiten. Und die Enkel feiern heute miteinander. Ganz konkrete Formen nahm der Austausch zwischen französischen und deutschen Partnern in der Bücherei an. Regelmäßig wandern da Kisten mit verschiedenen Medien hin und her und die europäische Ecke in der Marktbücherei bekam auch bei diesem Besuch wieder Zuwachs. Medien seien die beste Möglichkeit Sprachbarrieren zu überwinden, stellte Francoise Lemaitre, die Leiterin des französischen Partnerschaftskomitees fest und Michel Calard drückte Büchereileiterin Henriette Schaffner einen ganzen Packen neuer Bücher in die Hand. „Ein pfundiges Geschenk“, freute sich die.