Mit Pauken und Trompeten ins neue Jahr

05. Januar 2011

Traditionelles Neujahrsanblasen im Bad Abbacher Innerort

Neujahrswünsche austauschen, Rückschau halten, nach vorne blicken und gemeinsam eine stimmungsvolle Stunde verbringen – zum Neujahrsanblasen im Bad Abbacher Innerort kamen heuer über 200 Bürger, um diese gute Tradition zu pflegen. Mit dem letzten Schlag der Kirchenglocke um 18 Uhr  jagten die Böllerschützen der Königlich-Privilegierten Feuer- und Zimmerstutzengesellschaft eine Willkommenssalve für das neue Jahr in die Luft. Begleitet von Fackelabordnungen der Abbacher Feuerwehr zogen der Spielmannszug und die Hanslberger Musikanten zum Marktplatz. Bürgermeister Ludwig Wachs hielt in seiner Neujahrsansprachen einen kleinen Rückblick auf die wichtigen Ereignisse des letzten Jahres. Viele Projekte habe man in Angriff genommen, wie den Hochwasserschutz, die Entscheidung über die alten Immobilien des Roten Kreuzes oder den Bau einer Kinderkrippe. In seiner Ansprache kündigte Bürgermeister Wachs an, dass sich die räumliche Situation der Schulen verbessern wird. Besonders wegen des umfangreichen Betreuungsangebots an Grund- und Hauptschule herrscht dort mittlerweile Platzmangel. Dies wolle man mit einem Anbau, beziehungsweise einem freistehenden Neubau beheben, sagte Wachs. Daneben ging er auch auf allgemeine Themen ein. Das Wort Katastrophe sei in letzter Zeit besonders häufig aufgetaucht. 20 Zentimeter Neuschnee – eine Katastrophe, verspätete Züge – eine Katastrophe, nicht benutzbare Hallen – eine Katastrophe. „Ist das nicht völlig überzogen?“, fragte Wachs. „Wirkliche Katastrophen sehen anders aus!“, fügte er an und wünschte, dass die Menschen 2011 vor wirklichen Katastrophen verschont blieben. „Wo er recht hat, hat er recht“, kommentierte ein Ehepaar im Kreise seiner Freunde und erntete bestätigendes Kopfnicken. Gemeinsam mit der Kurverwaltung veranstaltete die Werbe- und Interessengemeinschaft das Neujahrsanblasen. Deren Vorsitzende Ruth Schmuck, sprach all den „ehrenamtlichen Heinzelmännchen“, die sich das ganze Jahr über für die Gemeinschaft engagieren, ihren Dank aus. Zum Abschluss tauchte ein bengalisches Feuer den Marktplatz in stimmungsvolles Licht und bei Glühwein, Stollen und Wurstsemmeln klang die Abendstunde aus.