Advent in Oberndorf

11. Dezember 2011

Christkindlmarkt, Konzert und Ausstellung bildeten einen harmonischen Dreiklang.

Der Postbote hat sich beim Leeren des Briefkastens sicher gewundert: Nach dem Christkindlmarkt in Oberndorf flatterte ihm nämlich ein großer Packen Briefe mit der Adresse „Himmelsstadt“ entgegen. Die kleinen Besucher des Marktes hatten höchst eifrig Briefe ans Christkind geschrieben. In einem gemütlichen Eck auf Strohballen sitzend machten sie sich mit viel Unterstützung größerer Mädchen ans Werk, malten, klebten und diktierten ihre Wunschzettel. War der Brief fein im Kuvert verpackt, gingen die Kinder zum Postkasten und brachten das wichtige Schreiben höchstpersönlich und mit vielen Hoffnungen auf den Weihnachtsabend auf den Weg. Ganz so selig wie bei den Kleinen ist die Vorfreude auf Weihnachten bei den Erwachsenen sicher nicht mehr, aber auch sie ließen sich von der Atmosphäre des Oberndorfer Advents mitnehmen. Traditionell bieten die Oberndorfer Vereine und Gruppen ein Programm, das alle Sinne anspricht und neben den Freuden eines stimmigen Christkindlmarktes auch viel Kulturelles zu bieten hat. Mit den schönen Weisen der Weihnachtszeit füllte der Oberndorfer Singkreis stimmgewaltig die Kirche, begleitet von dem einfühlsamen Spiel Josef Berghammers an der Orgel. Warmer Lichtschein zieht die Besucher auch immer wieder in die Friedhofskapelle. Dort bereichern die Pfalzgraf-Otto-Freunde den Markt alljährlich mit einer Ausstellung. Weil die Bilder der „Dienstagsmaler“ um den Oberndorfer Hans Lederer bei ihrer letzten Ausstellung in der Brauerei die Besucher so sehr angesprochen hatten, zeigten sie in der Kapelle eine weitere Auswahl ihrer Werke, darunter viele Bilder aus Oberndorf. Nicht nur den Betrachtern machte das Spaß, auch den Künstlern. „Ich fühle mich schon richtig heimisch in Oberndorf“, stellte Rita Milek, Malerin aus Regensburg, fest. Auch die Besucher des Marktes fühlten sich so richtig heimisch und ließen den Tag bei Glühwein und Knackern mit Allem ausklingen. Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf werden aufgeteilt und kommen zum einen dem „Tisch für Bad Abbach“ zugute, zum andern dem TVO für den geplanten Anbau an sein Sportheim.