Marktgemeinde Bad Abbach - Kurverwaltung Bad Abbach

Geschichtlicher Überblick

Bad Abbachs Ursprung geht weit in die Keltenzeit zurück.

Da die Kelten im Wasser und besonders in den Quellen den Inbegriff allen Lebens und Wachsens sahen, bot sich Ihnen in Abbach an den Schwefelquellen eine besondere Gelegenheit, ihren Quellenkult zu huldigen.

973

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Burg "Abbach" im Jahre 1007.

Nach Angabe des bayerischen Geschichtsschreibers Aventin wurde Kaiser Heinrich II., der Heilige, am 6. Mai 973 auf der Burg zu Abbach geboren (Annales Ducum Boiariae, Lib. V. Kap. 4).
Seine Kindheit verbrachte er wahrscheinlich zusammen mit seinen Geschwistern, darunter auch Gisela, die später Königin von Ungarn werden sollte, auf der Burg "Ahabah".

1007

Im Jahr 1007 schenkte Heinrich den "Locus Ahabah", also den Ort Abbach, an das von ihm gegründete Kloster Bamberg. Diese Schenkung war gebietsmäßig sehr umfangreich und dürfte auch Ortsteile der heutigen Marktgemeinde miteingeschlossen haben.

1109

Im Jahre 1109 kam "Abbach" mit Oberndorf und Lengfeld zum Kloster Prüfening. Die Burg und der Ort "Abbach" wurden im Laufe der Geschichte des öfteren abgebrannt und wieder aufgebaut. Nur der alte Heinrichsturm blieb aus dieser Zeit erhalten.

1200

Große Bedeutung hatte "Abbach" auch als bayerische Zollstelle. Deshalb errichteten die bayerischen Herzöge am Donauknie um 1200 ein Hauptgrenzamt. Die Handelsstraße führte von Prag bzw. Wien über Regensburg nach Augsburg, Ulm, Brüssel und München.

1210

"Abbach" wurde durch Herzog Ludwig I, "dem Kelheimer", mit den Marktrechten ausgestattet.

1262

Bereits 1262 wird das Bad urkundlich erwähnt.

1465

Der Bayernherzog Sigmund erteilte offiziell die Erlaubnis zur Errichtung des Wildbades Abbach.

1486

Der Markt bekam von Herzog Albrecht dem IV. ein eigenes Wappen. Die obere Hälfte des Schildes mit den weißblauen Rauten bezieht sich auf die Wittelsbacher als Landesherren. Die drei roten Rosen auf gelbem Grund hielt man im 15. Jahrhundert für das Wappen der sagenhaften Herren von Bad Abbach (namhafte Burgherren - über mehrere Generationen)

1794

Die letzte Fels-Sprengung wurde für die Postroute vorgenommen, die von Augsburg nach Prag führte.

Hofratspräsident, Reichsgraf von Törring besichtigte das vollendete Werk und beschloss, zu Ehren des Kurfürsten Karl Theodor ein Löwen-Denkmal am Donauufer gegenüber der Fels-Steintafel erstellen zu lassen. Einer der Löwen blickt dabei zur Donau, während der andere Löwe auf die Inschrift blickt.

Die Inschrift auf der großen Steintafel lautet:

"Der bayerische Hofkammervizepräsident Joseph August Graf von Törring sorgte dafür, dass dem Kurfürsten Karl Theodor, Pfalzgrafen bei Rhein, dem besten Fürsten, dieses Denkmal gesetzt wurde.

Denn unter seiner Regierung wurden die überhängenden Felsmassen am Donauufer entfernt und eine neue Straße von Saal nach Abbach gebaut. 1794."

Die große geschichtliche Vergangenheit setzt sich in unserer Zeit mit unserem modernen Erholungs- und Fremdenverkehrsort fort, der sich seit März 1934
"Bad Abbach" nennen darf.