Leitbild

Leitbild:

(Kurzfassung)

Unsere Grundlage und Orientierung:

Ist das Sozialgesetzbuch VIII, § 1 (3):

Darin sind vier Punkte aufgelistet: Individuelle u. soziale Entwicklung fördern, Benachteiligung vermeiden; Elternunterstützung u. -beratung; Kinder u. Jugendliche vor Gefahren schützen;Positive Lebensbedingungen und nachhaltige Umwelt schaffen

Einfacher, direkter ausgedrückt:

Es geht um das Bestreben, dass die Jugendlichen Chancen in unserer Gesellschaft haben, dass sie einen „Fuss in die Tür“ bekommen insbes. in der Arbeitswelt, sprich, dass sie einen Beruf erlernen u. ausüben können. Es geht um Mitwirkung und Teilhabe an der Gesellschaft.

Es geht darum, Kinder u. Jugendliche vor Gefahren zu schützen, damit sie nicht auf Grund von Frustration, Drogen, Gewalt, Kriminalität u. psych. Problemen abrutschen.

Letztlich: Es geht darum Ansprechpartner zu sein und zu bleiben; (insbesondere „wenn`s eng wird“)

Unser Handlungsleitsatz: FÖRDERN und FORDERN:

Es geht darum eigene Werte u. Werte der hiesigen Kultur zu vermitteln, Orientierungspunkte zu setzen.

Es geht darum Ansprechpartner zu sein und durch die Phase der Pubertät, Jugendalter, Schule, Lehrzeit zu begleiten.

Es geht um außerschulisches Lernen.

Es geht um Dialog, Diskussion um Bindungs- u. Beziehungsaufbau.

Es geht um Mitbestimmung aber auch Mitverantwortung.

Es geht um eine klare Distanzierung von körperlicher u. psych.-seel. übergriffiger Gewalt (Vernachlässigung, Mobbing, Stalking, Nötigung, körperl.- psychischer Erpressung, sexuellem Missbrauch)

Es geht um das Ringen um nachhaltige, positive und lebenswerte Beziehungs- u. Lebensgrundlagen.

Unsere Zielvorstellung:

Mitwirkung Mitverantwortung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an gesellschaftlichen Rechten und gesellschaftlicher Verantwortung.

 

 

 

 

 

 

Konzeption,

Ziel und Aufgaben der offenen Kinder- u. Jugendarbeit
im Jugendtreff Bad Abbach                                    Stand Nov. 2010

 

 

Der Konzeption liegt das Sozialgesetzbuch VIII §1 (1) u. § 11(1) Satz 2, Die Standards der Offenen Kinder—und Jugendarbeit in Bayern (BJR April 2006), ferner unser Leitbild (Stand Mai 2010) zu Grunde. Weiter drückt sich das Konzept auch in unserer Vernetzungsstruktur aus.

 

 

 

Sozialgesetzbuch VIII, § 1 (3):

  • Individuelle u. soziale Entwicklung fördern, Benachteiligung vermeiden
  • Elternunterstützung –u. beratung
  • Kinder u. Jugendliche vor Gefahren schützen
  • Positive Lebensbedingungen und nachhaltige Umwelt schaffen

 

Sozialgesetzbuch VIII. § 11 (1) Satz 2:

Die Jugendarbeit soll an den Interessen junger Menschen anknüpfen, von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen u. zur gesellschaftlicher Mitverantwortung u. zu sozialem Engagement anregen und hinführen.

 

 

Aus unserem Leitbild (Stand Mai 2010):

Es geht darum Ansprechpartner für die Jugendlichen zu sein und zu bleiben;

 

Handlungsleitsatz FÖRDERN und FORDERN:

  • Es geht darum eigene Werte u. Werte der hiesigen Kultur zu vermitteln, Orientierungspunkte zu setzen.
  • Es geht darum Ansprechpartner zu sein und durch die Phase der Pubertät, Jugendalter, Schule, Lehrzeit zu begleiten.
  • Es geht um außerschulisches Lernen.
  • Es geht um Dialog, Diskussion um Bindungs- u. Beziehungsaufbau.
  • Es geht um Mitbestimmung aber auch Mitverantwortung.
  • Es geht um eine klare Distanzierung von körperlicher u. psych.-seel. übergriffiger Gewalt (Vernachlässigung, Mobbing, Stalking, Nötigung, körperl. psychischer Erpressung, sexuellem Missbrauch)

Es geht um das Ringen um nachhaltige, positive und lebenswerte Beziehungs- u. Lebensgrundlagen.

 

Zielvorstellung:

Um Mitwirkung, Mitverantwortung und Teilhabe an der Gesellschaft

 

 

 

Soweit Gesetzesvorgaben, Standards und Leitbild.

 

 

Umsetzung:

 

 

Grundsätzliche Arbeitsprinzipien der Offen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) sind:
Offenheit, Freiwilligkeit, Niederschwelligkeit, Orientierung an den Interessen der Jugendlichen, Wertschätzung, Geschlechtspezifische reflektierte Arbeit.

 

 

Kontakt– u. Treffangebot, offener informeller Treff:

Der Jugendtreff gibt Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Räumen (ohne Konsumzwang) mit Gleichaltrigen zu treffen, sich auszutauschen, soz. Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Wir unterstützen Diskussion u. Interaktion der Jugendlichen untereinander, so dass nicht nur gruppenkonform gehandelt wird. (Hintergrund: Vermeidung von organisierter (Klein)kriminalität. Stärkung des individuellen Einzelverhaltens.)

Weiter legen wir Wert auf den Umgangston untereinander u. gegenüber anderen. Gewinnendes Moment von positiven Umgangsformen. Hier sind humorvolle od. paradoxe Interventionen oft zielführender als maßregelnde Maßnahmen.

 

 

Personales Angebot, Persönlicher Ansprechpartner für die Jugendl.:

Die Jugendtreffleitung versteht sich als Ansprechpartner für die Jugendlichen, sie in ihrer persönl. als auch beruflichen Entwicklung zu unterstützen als auch ihnen in persönlichen Schwierigkeiten behilflich zu sein. Die Jugendarbeit soll junge Menschen fördern, ihr Anliegen qualifiziert zu artikulieren, zu vertreten und durchzusetzen.

 

 

Wertediskussion und -vermittlung:

Weiter geht es darum, Werte zu diskutieren, zu vermitteln, insbesondere auch vorzuleben zum Beispiel:

·         Gewinnender Umgangston

·         Freundlichkeit, Respekt,

·         Soziales Lernen, Achtung dem anderen gegenüber

·         Soziales Engagement u. Zivilcourage

·         Zuverlässigkeit bei Absprachen

·         Integration


Die Jugendtreffleitung vergibt jedes Jahr Preise für soziales Engagement und Zivilcourage am JuZ Bad Abbach.

 

 

Integration:

Die Besucher/innenstruktur der Jugendzentren ist oftmals multinational geprägt; der Bad Abbacher Treff hat einen Schwerpunkt der Besucher (Kinder u. Jugendl. von Spätaussiedlern, deutsch sozialisiert) aus osteuropäischem Gebiet, insbesondere aus Kasastan. Es geht darum Werte der hiesigen Kultur zu vermitteln als auch um Respekt vor fremden Kulturen. Somit soll die OKJA die interkulturelle Kompetenz u. Kommunikationsfähigkeit schulen und zu mehr Toleranz beitragen.

Schön gesagt. Auch dies ist „Steinbrucharbeit“. Es geht darum: dass die Jugendl. immer wieder sich untereinander als auch in der Kommunikation mit uns und wir mit ihnen sich vorurteilsfrei und mit einer gewissen Achtung begegnen. S. auch Wertediskussion.

 

 

 

 

 

 

Rekreative Atmosphäre bieten:

Es geht auch darum Kindern und Jugendl. eine entspannte u. entspannende, angenehme (rekreative) Atmosphäre zum stressigen und oft nur leistungsorientierten Schulalltag zu bieten.

 

 

Bildungsangebot, Fördern und Fordern, Leistungsgedanke:

Leistungsgedanke, Fördern und Fordern; den Jugendl. Immer wieder klar machen den Wert der (Aus)bildung für ihr gesellschaftl. „Fortkommen“. Hier jedoch auch unsererseits kritischer Diskurs zur Bildungsgerechtigkeit.

Einhaltung von bestimmten Regeln, um ein Funktionieren des Miteinander zu gewährleisten.
Klare Distanzierung von körperlicher u. psychisch-seelischer übergriffiger Gewalt (Vernachlässigung, Mobbing, Stalking, Nötigung, körperl. psychischer Erpressung, sexuellem Missbrauch)

 

 

Vermittlungsangebot, Vermittlung von Wissen über staatl. Einrichtung u. Institutionen:

Den Jugendlichen sind Informationen von staatl. Anlauf, Förderstellen u. Institutionen und deren Funktionieren (z. B. Jugendgerichtshilfe, Beratungsstellen, Suchtpräventionsstellen, Ratssitzungen) zukommen zu lassen.

 

 

Erlebnispädagogische und sportpädagogische Angebote:

Die OKJA muss das große Interesse junger Menschen an aktiver Sportausübung nutzen, um durch sport- u. erlebnispädagogische Maßnahmen die soziale Interaktion, Konflikt, Integrationsfähigkeit ihrer Besucher zu fördern bzw. zu unterstützen.

 

 

Kooperation Schule – Jugendtreff:

Hier geht es darum Projekte mit der Schule einzugehen, so wurde z. B. im Mai 2010 ein Projekt zur Gewaltprävention von der Jugendtreffleitung, der Klassenlehrerin, Frau Birk u. der Klasse 9a, in der auch viele JuZbesucher waren, durchgeführt.

Andererseits geht es aber auch darum außerschulische Inhalte, insbes. soziales Lernen verstärkt anzusprechen. Sozialpädagogik versteht sich als dritter, kultureller vom Schulrahmen unabhängiger Orientierungsrahmen für individuelle Entwicklung neben Familie und Schule.

 

 

Unterstützung von Verbandsarbeit:

Wir verstehen uns nicht als Gegensatz zu Verbandsarbeit sondern wir unterstützen Jugendliche darin sich in der Verbandsarbeit, Sportvereinen, etc. zu engagieren. Mit unserer Arbeit bieten wir nur einen Bereich an, der offen, niederschwellig und Möglichkeiten zur Selbstorganisation bietet.

 

 

Personelle Entwicklung:

Wir sind dabei uns von unserem Berufswissen und persönlich permanent weiterzubilden. So habe ich u. a. eine fünfmonatige Fortbildung zur Gewaltprävention mit Certifikat abgeschlossen. Weiter bringen wir Erfahrung aus benachbarten Jugendhilfebereichen (Jugendschutz od. der HPT) mit. Und schließl. können wir unsere Vernetzungsstruktur (s. dort), die wir fortwährend weiterentwickeln u. pflegen, vorteilhaft in unsere Arbeit einbringen.

Förderlich ist auch, dass meine Mitarbeiterin, Frau Meny den persönlichen Werdegang vieler Jugendtreffbesucher bzw. viele „Bad Abbacher Interna“ kennt. Weiter macht es Sinn, dass Frau Meny in der Nachmittagsbetreuung an der Angrünerschule ist u. wir somit permanenten Kontakt zur Angrünerschule haben.

Darüber hinaus haben wir einen jungen Erwachsenen (aus dem Umfeld der ehemaligen JuZbesucher) in unsere Arbeit eingebunden, hier kann allerdings nicht die gleiche berufl. Professionalität erwartet werden.

Auf Grund der vielen z. T. problematischen Entscheidungen in unserer Arbeit würden wir eine Supervision begrüssen. Weiter ist uns wichtig, unsere Arbeit zu dokumentieren und transparent dazustellen.

 

 

Vernetzungsstruktur:

Wir entwickeln und pflegen persönliche und berufliche Kontakte zu Fachstellen. Wir sind uns bewusst, dass die Qualität unserer Arbeit auch in der Entwicklung dieser Netzstruktur bzw. in der Kooperation mit Fachstellen liegt. So versuchen wir uns nach Möglichkeit regelmäßig mit bestimmten Fachstellen (Vertretern der Marktgemeinde Bgm Ludwig Wachs, Hr. Brunner; Jugendbeauftragen, Hr. Meny; Fr. Marklstorfer, JuA KEH; JuZLeiterInnen des Landkreises; Hr. Bruckmüller, Rektor Angrünerschule; Polizei KEH; Gesundheitsamt KEH, Hr. Schledorn; AA Regensburg zu treffen und auszutauschen.

 

 

Geeignete Räumlichkeiten:

Wir haben mehrmals darauf hingewiesen, dass die momentanen Räumlichkeiten in vielen Punkten nicht den Standards der offenen Kinder- u. Jugendarbeit entsprechen. Auf Grund der Containerlösung gibt es Defizite im Unterhalt (ineffektive Strombeheizung, extreme Hitze im Sommer >40 Grad, u. Wassereintritt im Container). Wir können keine PC Arbeitsplätze anbieten, geschweige denn einen (Medien)Raum mit PC Arbeitsplätzen od. einen Werkraum. Es gibt kaum Möglichkeit Material zu lagern. Insbesondere ist unsere soz.pädag. Arbeit durch die Einraumsituation und die um den Container nicht vorhandenen Sportmöglichkeiten doch im erhebl. Maße eingeschränkt. Somit können wir vielen Jugendl keine sonderlich attraktive Atmosphäre bieten.

Jede verantwortungsvolle Leitung des Jugendtreffs wird und muss daher in ihrem Konzept zur Bad Abbacher Jugendarbeit auf andere Räumlichkeiten bzw. auf einen Neubau eines Jugendtreffs drängen.

Schließl. sei nochmals betont, dass eine attraktive Jugendarbeit und ein attraktives Jugendzentrum heute ein Standortvorteil einer Gemeinde sind bzw. ein Kriterium in Entscheidung von vielen Neubürgern ist, sich in einer Gemeinde niederzulassen.

 

 

Kindergruppe in der OKJA

Seit Juni 2010 gibt es eine Kindergruppe in der OKJA Bad Abbach. Die Jugendtreffleitung hat sich zu diesem Schritt entschlossen, da sie damit einmal einen langfristigen, intensiven und frühen Kontakt zu den Kindern und späteren Jugendlichen aufbauen möchte. Zum anderen geht es darum, diesen Kindern ein spezifischeres und altersgemäßeres Angebot zu bieten.

Das Konzept und die Angebotsstruktur für diese Kindergruppe wurden dem Marktrat im März vorgestellt u. wurden von diesem einstimmig angenommen. Die Rahmenkonzeption für die Kindergruppe entspricht der der OKJA Bad Abbachs, ist jedoch in bestimmten Punkten auf die Altersgruppe hin modifiziert bzw. ergänzt.

Hier sind ebenfalls langfristig andere Räumlichkeiten (Werkräume) sinnvoll.

Die Kindergruppe wird von den Kindern mit Interesse angenommen, hier bedarf es jedoch auch der langfristigen konsequenten Aufbauarbeit.