Schlemmen mit der Pfarrgemeinde

25. Juli 2012

Beim Pfarrfest wurde das neue Kochbuch vorgestellt.

Die kleinen Stars des diesjährigen Pfarrfestes lagen dicht gedrängt in einem Leiterwagerl: Kochbücher mit Rezepten von vielen Menschen aus der Pfarrgemeinde. Unter dem Motto „Weine nicht, wenn du Zwiebeln schälst“ haben sich Familien, Frauen und Männer hier mit Schmackhaftem in großer Bandbreite verewigt. Auch die Kindergärten haben Rezepte geliefert und die KjG griff auf ihre Erfahrungen während der Zeltlager zurück, bei denen sie eine große Menge hungriger Mäuler zu stopfen hat. Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte sind ebenso vertreten wie herrliche Desserts, Kuchen, Torten und leckere Getränke. Garniert ist die Sammlung der Gaumenfreuden mit Tischgebeten und kleinen Weisheiten. Das Ganze hat auch noch einen guten Zweck. Jedes Exemplar kostet 9,90 Euro und der Erlös geht auf das Konto, das die Gemeinde für ein neues Pfarrzentrum angelegt hat. „Wir haben noch so viele Rezepte, es gibt mit Sicherheit einen zweiten Teil“, kündigte Pfarrsekretärin Claudia Kefer gleich schon mal an. Ob es auch ein Rezept von Pfarrer Franz Schmidbauer enthalten wird? Der große Koch sei er nicht, sagt der Geistliche, aber für den Hausgebrauch reiche es schon. Und ja, einen Schweinsbraten mit Knödel, den könne er durchaus zubereiten. Passend zum neuen Kochbuch begaben sich auch die Kleinen des Kindergartens St. Christophorus in die Welt der Gaumenfreuden und zeigten dabei eine erstaunliche Merkfähigkeit. Aus vielen Ländern tischten sie musikalisch die diversesten Gerichte auf. Dabei begrüßten und verabschiedeten sie die Köche in der jeweiligen Landessprache. Natürlich gab es aber nicht nur musikalische und schriftliche Grüße aus der Küche, auch ganz handfest tischten die verschiedenen Gruppen ihre Leckereien auf. Vom Döner über Bratwürstln und Waffeln bis zu leckeren Kuchen und Torten reichte die Auswahl. Das große Kuchenbuffet ist jedes Mal eine Klasse für sich. Heuer hatten sich die Damen des Frauenbunds selbst übertroffen. „Das kann kein Konditor schöner“, seufzte ein Herr, der gar nicht wusste, welches Tortenstück er als erstes in Angriff nehmen sollte. Für die scheidende Vorsitzende des Frauenbunds, Franziska Brombierstäudl, war es das letzte Buffet unter ihrer Ägide. An die 50 Kuchenbuffets hat sie im Lauf ihrer Amtszeit schon organisiert und dabei, wie alle Anbieter von Lebensmitteln auf Festen, zunehmend mit den immer strenger werdenden Auflagen gekämpft. Aber die Frauen haben das wunderbar gemeistert. In einer großen Kühltheke standen nun all die Sahnetorten. Und das war auch gut so. Denn im Pfarrsaal wurde es ganz schön warm, als sich alle Gäste vor einem Sturzbach vom Himmel ins Innere geflüchtet hatten.