Festival der Geher im Kurpark

04. Juni 2011

Der Gehsportverien Regensburg trug mehrere Meistersxhaften in Bad Abbach aus.

Wiegenden Schrittes eilten nationale und internationale Gehsportler durch den Kurpark. Beim offenen Straßengehen trugen sie hier unter anderem die Süddeutschen, Bayerischen und Österreichischen Meisterschaften aus. Freunde dieser Sportart konnten hochkarätigen Gehern wie den früheren Olympiateilnehmern Nischan Daimer, Johann Siegele, Willfried Siegele und Martin Toporek auf die Beine schauen. Gastgebender Veranstalter war der Gehsportverein Regensburg. Kurz vor dem ersten Start schart Josef Berzl, Vorsitzender des Gehsportvereins Regensburg, seine Mannschaft um sich und weist jedem Rundenzähler einen Athleten zu. Ihre Aufgabe besteht darin, genau zu notieren, wie viele Runden der Geher schon absolviert hat und die Zeiten festzuhalten, wann er jeweils die Ziellinie des Rundkurses passiert. Daneben macht sich so ein Rundenzähler aber auch persönlich für „seinen“ Geher stark: „Noch zwei Runden, Karl-Heinz, super, gib Gas!“, schallen die Anfeuerungsrufe durch den Kurpark. Rund um die Strecke haben sich zudem fünf Gehrichter postiert. „Rechtes Knie etwas aufpassen!“, ruft Gerhard Langner einem vorbeieilenden Sportler zu und macht sich eine Notiz im Kopf. Ist die Übertretung zu gravierend, schreibt Langner einen kleinen Zettel aus. Theresa (11) und Christina (9) fetzten auf ihren Rollern ständig durch den Park und klappern die fünf Gehrichter nach solchen Zetteln ab. Die wanderten dann zu Robert Miltenberger, Kampfrichter des Bayerischen Leichtathletik Verbands, und der notiert auf der Tafel im Zielbereich deutlich sichtbar die Starternummer und ein großes Kreuz. Bei drei solchen Kreuzen von drei verschiedenen Richtern ist er disqualifiziert. Beim Wettbewerb in Bad Abbach erwischt es einen Sportler aus Slowenien. Am Ende einer Distanz sind dann die sieben Physiotherapeuten des Asklepios-Klinikums gefragte Spezialisten. Sie haben ihre Liegen im Park aufgebaut und spendieren den Athleten eine kostenlose Massage. Ein Service, der begeistert genutzt wird. Danach können sich die Sportler noch im Thermalbecken der Klinik entspannen. „Jetzt bin ich so gut wie neu. Jetzt könnte ich noch mal 20 Kilometer machen“, verkündet einer der Geher strahlend und studiert die inzwischen eingetroffenen Ergebnislisten. Ausrichter Josef Berzl freut’s. Auch er ist voll des Lobes über die Unterstützung. Und mit den sportlichen Ergebnissen ist Berzl ebenfalls zufrieden: „Es wurden sehr gute Zeiten gegangen.“