Pfälzer und Kraut – eine Oberndorfer Spezialität

18. August 2010

Meistens meint es der Wettergott ja gut mit den Veranstaltern und Besuchern des Krautfestes in Oberndorf. Heuer trieb er aber alle, die sich wieder auf eine deftige Brotzeit und eine kühle Halbe vor der Kulisse der Oberndorfer Hänge gefreut hatten, vom Freien in den Hanslberg Stadl.

Die Bierfuiz-Musi spielte auf und versicherte den Leuten: „Wer Wünsche hat, der darf sich wünschen, was er will, und wir spielen dann, was wir wollen.“ Mit dem Essen war es fast genauso. Wünschen durfte man sich viel, gegeben hat’s Pfälzer mit Kraut. So, wie es Tradition ist, beim Oberndorfer Krautfest. Genau diese Tradition lieben die Besucher und das gute Kraut sowieso, auch wenn es heute nicht mehr selbst eingetreten wird. Aber selber gekocht, mit viel Liebe und würzigem Fleisch drin, ist es allemal. Da langen schon die ganz kleinen Besucher kräftig zu. Auch wenn das Fest offiziell erst um 18 Uhr beginnt, so waren im Stadl um diese Zeit fast alle Plätze schon besetzt und das erste Paar Pfälzer mit Kraut war meist auch schon verputzt. „Wir sind zufrieden mit dem Besuch “, sagte Herbert Karl, der Chef des veranstaltenden Krieger- und Soldatenvereins und schleppte einen weiteren Stapel Teller zur Bude der Krautköche. Weil der Andrang nicht gar so große war wie bei sonnigem Wetter, gab es heuer nur eine Ausgabestelle. Dort dampfte im großen Kessel das Kraut, im Netz zappelten die Pfälzer und aus dem Brotkorb lachte knuspriges Schwarzbrot. Die „alte“ und die „neue“ Riege der Krautköche teilten sich hier die Arbeit und versorgten alle hungrigen Mäuler. „Guad war’s wieder“, urteilte nach vollbrachter Sättigung nicht nur einer der Stammgäste.